Meine Untersuchungen werfen eine Menge Fragen auf, denen ich ein passende Bemerkung voranstellen möchte, über die ich vor kurzem stolperte und deren Urheber ich im Moment nicht nennen kann:
Der größte Feind der Erkenntnis ist der Zufall.
1.
Sind auf dem hier behandelten Satellitenbild von DLR dem "Großen Hügel" mit seinen Aufkirchener "Kreis-Hügeln" vergleichbare Gebilde zu finden?
2.
Kann ein Gletscher die hier vorgefundenen Aufkirchener "Kreis-Hügel" mit dem symmetrischen "Ruck" und den symmetrischen "Nord-Hügeln" formen?
3.
Warum sind die "Kreis-Hügel" am Leoni-Hang so dünn?
4.
Wie entstanden die einzigartigen Boden-Verwerfungen unmittelbar am Zentrum des "Höhenrain-Kreises"?
5.
Wie entstand die Durchdringung der Aufkirchener "Kreis-Hügel" mit den Höhenrainer "Kreis-Hügel"? Kann ein Gletscher solch eine "Durchdringung" formen?
6.
Warum bestehen die südwestlichen "Nord-Hügel" im Süden von Berg aus Nagelfluh?
7.
Warum ragt die südwestliche Ecke der "Berger Platte" in die Höhe? Stellt man sich einen hier wandernden Gletscher vor (Gletscher-Schliff an der Apotheke) müsste dieser aufragende Hügel eigentlich abgeschliffen sein.
8.
Warum läuft die südöstliche Kante der "Berger Platte" parallel zur Kreislinie der Aufkirchener "Kreis-Hügel"?
9.
Warum kommt die "Berger-Platte" hier an die Öberfläche?
10.
Wo liegt die Nagelfluh-Schicht außerhalb der "Berger Platte"?
11.
Woher kommt die Erde an der südlichen "Berger Platte"?
12.
Wie erklärt sich die wie mit der Schnur gezogene "Tangente"?
13.
Wie entstand das Etztal?
14.
Gab es andere Zuflüsse zum Etztal neben dem Zulauf aus dem "Berger Sumpf-Gebiet"? (Bohrungen können Klarheit bringen)
15.
Wie entstanden der "Wall aus Hügeln" im Schlosspark?
16.
Wie entstand der Leoni-Hang?
17.
Warum sind die Längsachsen des Giglbergs in Farchach und des Brunner Hoizls in Berg mit 45° beidseitig zur Längsachse des "Großen Hügels" und auf den Mittelpunkt der Aufkirchener "Kreis-Hügel" ausgerichtet?
18.
Lassen sich aus dem Abfluss der Oberflächen-Wasser Rückschlüsse auf das Alter des "Innen-Geländes" ziehen?
19.
Sind die Hügel des "Innen-Geländes" vom selben Alter wie die Moränen des "Außen-Geländes"?
20.
Wie erklären sich die unterschiedlichen Bach-Lauf-Gefälle des "Innen-Geländes" im Vergleich zum "Außen-Gelände"?
MÖGLICKEIT 1: METEORITEN-EINSCHLAG
Ein Meteor dringt nach der letzten Eiszeit in die Atmosphäre ein und zerbricht in dichteren Luftschichten in mehrere Teile. Ein Groß-Teil schlägt bei Aufkirchen in eine große Moräne ein und wirft den "Großen Hügel" 3km nach Norden. Dabei verfüllt es den Zulauf des Etztals. Die Kreishügel mit 2,7km Durchmesser um Aufkirchen bilden sich. Der Aufschlag bricht den Leoni-Hang ab und verfüllt ihn. Die Wucht schlägt die Berger Platte nach oben, wobei der westliche Nord-Hügel 1 seine Höhe erhält. Der Gletscherschliff an der Apotheke existierte bereits vor diesem Ereignis.
Ein anderer Teil schlägt bei Höhenrain fast zeitgleich in relativ ebenes Gelände ein, das durch das Wasser der östlichen Moränen angeschwemmt war und formt den Höhenrainer Kessel. Bei Biberkor durchdringen sich der Höhenrainer-Kreis mit dem Aufkirchener Kreis.
Durch dieses Ereignis sind alle auf diesem Gebiet vorhandenen Wasser-Abläufe zum See unterbrochen. Das Wasser sucht sich um dieses Gebilde herum an seinen Flanken einen Weg.
MÖGLICKEIT 2: VULKAN
Denkbar ist, dass eine Luftblase aus tieferen Erdschichten bei Aufkirchen und Höhenrain austrat und die bekannten Ergebnisse erzeugte. Allerdings wäre wahrscheinlich neben Luft auch anderes Material aus tieferen Schichten herausgeschleudert worden, was wir gefunden hätten.
MÖGLICKEIT 3: EIN KREATIVER HERR GLETSCHER
Die bisherige Lehre spricht von Moränen. Weder die Aufkirchener- noch die Höhenrainer- Kreishügel wurden bis heute wahrgenommen. Wurden die östlichen Aufkirchener Kreishügel mit den östlichen Nordhügeln als zweite Seitenmoräne beschrieben? Dabei wird der offensichtliche Zusammenhang mit ihren auf der Süd- und Westseite liegenden Brüdern verkannt. Die Symmetrie ist sehr stark ausgeprägt. Ich habe Schwierigkeiten, die von mir zusammengetragenen anderen Merkwürdigkeiten ("Ruck", Diagonale, Leoni-Hang u.s.w.) mit dem Wirken eines Gletschers zu erklären, unterstellt man ihm - oder ihnen - nicht außerordentliche Kreativität.
Zusammenfassung:
Bisher beschäftigte ich mich mit dem Fach Geologie außerhalb der Schule nur für einige Zeit mit Allgemeiner Geotektonik (Die Erdoberfläche zerbrach in einzelne, verschieden große Platten). Im Januar begann ich mit der hier vorliegenden Arbeit wie anfangs beschrieben und nun ist es Ende Mai. Aus den angedachten zwei Wochen Arbeit ist ein Abenteuer geworden, das eines der spannendsten Abschnitte meines Lebens war, mich zum Teil bis unter den Scheitel mit Adrenalin abfüllte und das noch nicht zu Ende ist. Denn nun haben Fachleute das Wort. Auf deren Erklärungen bin ich sehr, sehr gespannt und werde selbstverständlich davon berichten.
Zum Abschluss stelle ich eine Zeichnung vor, die ich Tangenten-Geometrie nenne:
Tangenten-Geometrie